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Lernen Sie unsere Freiwilligen kennen…

…und schliessen Sie sich ihnen an!

Nur wenige Erwachsene besuchen die Vorstellungen der Zauberlaterne, die für 6- bis 12-Jährige reserviert sind. Aber wenn sich die Kinder für die Vorstellungen im Kino treffen, können sie auf die «Kinobegleiter*innen» zählen – das sind Freiwillige, die im Kinosaal anwesend sind und sich um das Wohlbefinden der Kinder kümmern.

Diesen Donnerstag, den 5. Dezember und Internationalen Tag des Ehrenamtes nutzen wir als Gelegenheit, drei Freiwillige der Zauberlaterne ihre Erfahrungen mitteilen zu lassen.
 

Wenn die Rentnerin Nunzia Calà über ihren Einsatz bei der Zauberlaterne spricht, sind ihre Begeisterung und ihr Lächeln ebenso aussagekräftig wie ihre Worte. Seit mehr als fünf Jahren begleitet sie die jungen Zuschauerinnen und Zuschauer bei den Vorstellungen der Zauberlaterne Lugano.

«Ich besuche seit einigen Jahren den Treffpunkt von Pro Senectute Lugano. 2013 lud uns der Verantwortliche ein, die Zauberlaterne im CineStar in Lugano kennenzulernen – einem Multiplex-Kino am Stadtrand. Die erste Vorstellung, an der ich teilnahm, gefiel mir sehr gut.

Diese erste Erfahrung war der Beginn meines Engagements und seitdem bin ich diesen Treffen treu geblieben: An neun Mittwochnachmittagen pro Jahr schliesse ich mich Lucia, Estelle und Nelly an, langjährige Freundinnen, die ebenfalls als Kinobegleiterinnen tätig sind. Unser Team funktioniert sehr gut. Wir treffen uns immer schon etwas früher im Kino, um noch etwas austauschen zu können. Das ist sehr schön und wir schätzen das alle. Danach beginnt unser Einsatz: Wir empfangen die Kinder im Kino und begleiten sie währen der gesamten Vorstellung. In der Dunkelheit des Kinosaals achten wir auf ihr Kommen und Gehen und lauschen auf das Flüstern, denn zwischen den Reihen wird viel miteinander getuschelt.

Für mich ist der Kontakt zu jungen Menschen sehr wichtig. Früher half ich in einer Kindertagestätte aus. Meine eigenen Kinder sind heute zu alt, um ins Kino begleitet zu werden, aber es gibt ja jene der Zauberlaterne in Lugano. Das sind mehr als 250 Kinder! Nächste Woche werde ich an ihrer Seite «Winzlinge – Operation Zuckerdose!» entdecken. Darauf freue ich mich sehr. Die Klubzeitung kündigt an, dass dies ein aberwitziger Film ist. Was für eine Freude in einen Kinosaal voll lachender Kinder zu sein!»

Dietmar Marder, Physiker und Vater zweier Kinder, welche die Vorstellungen der Zauberlaterne besuchen, engagiert sich seit mehr als einem Jahr als Kinobegleiter in der Zauberlaterne von Aarau.

«Das Filmprogramm der Zauberlaterne ist überaus interessant. Dies ist eine hervorragende Gelegenheit Filme zu entdecken, die man nicht im gewöhnlichen Kinoprogramm findet, auch Kinoklassiker, die man in der Regel erst im Erwachsenenalter entdeckt oder gar nie. Ich finde es wichtig, dass die Kinder sehen, wie die Welt früher war oder wie sie zu gewissen Epochen im Film dargestellt wurde. Viele Dinge kann man sich zwar beim Lesen auch vorstellen, aber ein bewegtes Bild macht einen viel tieferen Eindruck.

Anfangs war ich sehr unsicher, was meine Aufgabe als Kinobegleiter genau sein soll. Aber die Leiterin der Zauberlaterne Aarau und die anderen Teammitglieder haben mir sehr geholfen und gezeigt, was zu tun ist. Beim Einlasse kontrolliere ich die Mitgliedsausweise und nehme die Gratiseintritte entgegen. Davor versuche ich die meist aufgeregten Kinder abzulenken und hindere sie daran, den Kinosaal zu stürmen. Während der Vorstellung sorge ich für Licht und begleite Kinder, die auf die Toilette müssen. Kriegt ein Kind Angst bei einer Szene, begleite ich es nach draussen und setze mich mit ihm hin, bis es wieder besser geht. Ich denke, es ist sehr wichtig für die Kinder zu wissen, dass sie nicht alleine sind im dunklen Kinosaal und das immer jemand da ist, an den sie sich wenden können. In Aarau nennen uns die Kinder «Angst-Tanten» – als Mann hat mich das zunächst etwas erstaunt.

Die meisten Filme im Programm der Zauberlaterne gefallen mir ausserordentlich gut. Meine eigenen Kinder sind ja schon länger Zauberlaterne-Mitglieder und ich war immer ein bisschen neidisch auf sie, weil sie die Gelegenheit hatten diese tollen Filme zu schauen und ich nicht. Als Kinobegleiter darf ich die Vorstellungen nun auch besuchen und das freut mich sehr.»

Für Jordan Orr, einen Polymechanik-Lehrling an der Berufsschule von Lausanne, ist es eine wahre Freude, sich um die jüngsten Zuschauer*innen zu kümmern und helfen zu können. Ihm zufolge ist es völlig richtig, jetzt selbst Zeit zu investieren, nachdem er jahrelang selbst als Zauberlaterne-Mitglied von der Begleitung anderer «Erwachsener» profitieren konnte.

«Als ich Kind war, besuchte ich während zwei Jahren die Zauberlaterne. Mit zwölf Jahren konnte ich nicht mehr Mitglied des Klubs sein und beschloss, als «Grosser Bruder» weiterhin die Vorstellungen in der Funktion eines Kinobegleiters für die Kinder zu besuchen. Ich bin gern nützlich. Bei der Zauberlaterne in Nyon sind wir ein eher junges Team. Da ist zum Beispiel der Sohn des Kinobetreibers. Wir verstehen uns sehr gut und sind ein tolles Team. Auch das ist ein Grund, weshalb ich nach all diesen Jahren immer noch so viel Spass an der Sache habe.

Am besten gefällt es mir Kinder zu trösten, die sich etwas schwer von ihren Eltern trennen können. Für einige ist es ja das erste Mal, dass sie in einem Kinosaal sitzen und deshalb müssen wir sie gelegentlich beruhigen und trösten. Grundsätzlich versuche ich an allen neun Vorstellungen pro Jahr dabei zu sein. Manchmal haben wir auch Sondervorstellungen, zum Beispiel an Weihnachten. Es ist immer interessant und es bringt mir persönlich viel, mich um die Kinder kümmern zu dürfen. Zwischen meinem freiwilligen Engagement bei der Zauberlaterne und meiner Ausbildung gibt es keinen Zusammenhang, leider, denn den Kindern zur Seite zu stehen und jene zu unterstützen, die es gerade brauchen, motiviert mich enorm. Und übrigens schaue ich mir auch sehr gern wieder diese wunderbaren Filme an.

Was mich in letzter Zeit oft etwas stutzig macht, ist die Tatsache, dass wir immer mehr Kinder mit eigenen Smartphones und Tabletts im Kino sehen. Wir bitten sie dann, diese Geräte auszuschalten und in ihre Taschen zu verstauen. Kürzlich spielte ein kleines Mädchen ein Spiel auf seinem Smartphone. Als ich zu ihr kam, verstaute sie das Gerät sofort im Rucksack. Allerdings haben wir noch eine andere Ablenkung im Capitole und zwar eine Katze. Eine echte! Sie gehört zum Kino und besucht den Kinosaal, wann immer sie dazu Lust hat. Manchmal setzt sich die Katze auch auf die Knie eines Kindes. Es ist lustig mit dieser Katze, sie ist auf eine Art unser Maskottchen geworden!»

Werden Sie Freiwillige/r

Insgesamt organisieren mehr als 800 Freiwillige die Vorstellungen und begleiten die Mitglieder-Kinder der Zauberlaterne während der Filmprojektionen. Dieses Engagement erlaubt es Tausenden von Kindern jedes Jahr, das Beste vom Kino zu entdecken.

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